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Haltung zu dritt

Gründe für die Dreiergruppe

Wir hören immer wieder von unterschiedlichen Gründen für die Haltung von nur drei Vögeln:

  • "Ich würde gerne testen, ob mehr als zwei Vögel in Hinsicht auf
    • das höhere Schmutzaufkommen,
    • den Krach,
    • die Lebhaftigkeit,
    • ...
    "erträglich" sind."
  • "Ich würde mich gern langsam an einen Viererschwarm herantasten, auch deshalb, weil erst noch meine Mitbewohner (Eltern, WG, Partner) überzeugt werden müssen."
  • "Ich war in der Zoohandlung und konnte diesem süßen Wesen nicht widerstehen."
  • "Nur drei ist die richtige Anzahl."
  • ...

Und wir möchten gerne mit diesen Vorurteilen aufrämen - denn eine Haltung gerade nur zu dritt ist ebenso Stress wie die Haltung nur allein, vielleicht sogar noch mit ernsthafteren Folgen.
Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass die Haltung von Dreiergruppen mit zunehmender Größe der Tiere immer ungünstiger wird - wobei sich im schlimmsten Fall auch kleine Vögel gegenseitig ernsthafte bis sogar tödliche Verletzungen zufügen können.

allgemeine Probleme

Eine Haltung zu dritt ist immer schlecht, denn in den meisten Fällen wird ein Vogel immer außen vor sein, ausgeschlossen von einer funktionierenden Zweierbeziehung. Das ist besonders häufig der Fall, wenn der dritte Vogel später hinzukommt und die beiden ersten sich schon finden und kennenlernen konnten. Diesen Rückstand wird der Neuankömmling in den meisten Fällen nicht wieder aufholen können und hat im besten Fall noch zwei Freunde, die sich gelegentlich mit ihm beschäftigen. Wenn es ganz schlimm läft, dann verbünden sich die zwei Alteingesessenen gegen den Neuling und machen ihm das Leben zur Hölle.

Der "Test", ob drei Vögel deutlich mehr Dreck, Lärm, Unruhe etc. machen als zwei, ist darüber hinaus sehr unfair: Denn in einer Dreiergruppe kann es nie so harmonisch zugehen, wie in einer stabilen und innigen Zweierbeziehung - und auch eine Zweckgemeinschaft aus zwei gleichartigen Vögeln wird nie so unruhig sein wie eine Dreiergruppe.

Ein weiterer Nachteil von Dreiergruppen ist, dass nicht nur ein Ungleichgewicht bei der Partner- / Freundefindung vorhanden ist, sondern dass es meistens auch zwei Vögel eines Geschlechts gibt und nur einen des anderen. Hierbei ist zu beachten, dass man sich vorher besonders gut informiert, welche Konstellationen bei den Vögeln, die man hält, allgemein unproblematischer sind.

Lösungsvorschlag

Besteht der Wunsch nach einer Aufstockung der vorhandenen Vögel, dann sollte in Erwägung gezogen werden, gleich zwei neue Vögel hinzuzunehmen, die ungefähr gleichaltrig sind. So wird in mehr als einer Hinsicht Ausgeglichenheit im neuen Mini-Schwarm hergestellt: Es sind jeweils zwei Vögel im gleichen Alter, es ist also kein Problem, auch jüngere Vögel, die noch nicht erwachsen sind, hinzuzuholen.
Und obwohl es bei Neuzugängen immer sein kann, dass sich Veränderungen im Schwarm ergeben, indem sich neue Pärchen bilden, sollte nicht anders verfahren werden.

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